Nächste Ausgabe
Der 9. Internationale Daniel-Herz-Orgelwettbewerb findet vom 29. August bis 6. September 2026 in Brixen statt.
Teilnahmeberechtigt sind Organist:innen, die nach dem 31. Dezember 1986 geboren sind.
Der Internationale Daniel-Herz-Orgelwettbewerb bringt junge Organist aus verschiedenen Ländern nach Brixen. Im Mittelpunkt stehen zwei außergewöhnliche Instrumente: die historische Herz-Ahrend-Orgel in der Frauenkirche und die Pirchner-Orgel im Dom zu Brixen.
Der Wettbewerb findet alle zwei Jahre statt und wird seit 2024 vom Verband der Kirchenmusik Südtirol getragen. Eine internationale Jury wählt die Teilnehmer und Preisträger aus.
Nach einer Vorauswahl werden 20 Teilnehmer zum Wettbewerb zugelassen. Die Auswahlrunden finden an der Pirchner-Orgel im Dom zu Brixen und an der historischen Herz-Ahrend-Orgel in der Frauenkirche statt. Die Recitals und das Finale sind öffentlich zugänglich.
Zum Abschluss präsentieren sich die Preisträger in einem Konzert, das von RAI Südtirol live übertragen wird.
Der Daniel-Herz-Orgelwettbewerb wird an zwei sehr unterschiedlichen Instrumenten in Brixen ausgetragen. Die historische Herz-Ahrend-Orgel in der Frauenkirche und die große Pirchner-Orgel im Dom stellen die Teilnehmer vor unterschiedliche musikalische und technische Herausforderungen.
Erbauer: Daniel Herz, 1649
Restaurierung und Rekonstruktion: Hendrik Ahrend, 2010
Standort: Frauenkirche am Kreuzgang, Brixen
Obermanual (Chorton): CDEF-c3, mit gebrochenen Obertasten, 45 Tasten + 14 gebrochene Obertasten
Untermanual (Kammerton), CDEFGA-d3, 47 Tasten
Pedal: C-c0
obere Laden: Transponierverschiebung für Chorton / Kammerton mit Registerzug, 15 Tasten, 17 Töne
keine Pedalkoppel
Die Orgel wurde im Psallierchor der Frauenkirche hinter dem Hochaltar im Apsisraum über einem Untergeschoss aufgestellt. Ein Großteil des Pfeifenwerkes wurde 2010 von Hendrik Ahrend (Leer, Friesland, D) rekonstruiert.
mit freundlicher Genehmigung zur Verfügung gestellt von Spherea3D
Erbauer: Johann Pirchner, 1980
Standort: Domkirche Maria Himmelfahrt, Brixen
Tastenumfang der Manuale: C-g3, 56 Tasten
Tastenumfang des Pedals: C-f1, 30 Tasten
Anzahl der Register: 48
Die erste urkundlich gesicherte Nachricht über eine Orgel im Dom zu Brixen stammt aus dem Jahre 1531.
1756 schloß das Brixner Domkapitel mit Augustin Simnacher aus Angelberg (D) einen Vertrag zum Bau einer dreimanualigen 44-registrigen Orgel mit freistehendem Spieltisch im Brixner Dom ab. Bereits 1857 starb Simnacher; dessen Schwiegersohn Alexander Holzhay vollendete bis Ende 1758 das Werk. Das Gehäuse fertigte der Brixner Hoftischler Ferdinand Schwabl, die Faßarbeiten stammen vom Brixner Maler Michael Müller. Joseph Graßmayr, Glockengießer in Brixen, spendierte für die Orgel ein Glockenspiel.
1898 bauten die Gebr. Mayer aus Vorarlberg (A) ein neues zweimanualiges Instrument mit insgesamt 40 Registern ins alte Gehäuse; bereits 1931 wurde durch Dreher & Flamm das Instrument total umgestaltet und vergrößert - mit elektropneumatischer Traktur, drei Manualwerken, zwei Spieltischen und 60 Registern.
Beim Neubau 1980 verwendete Pirchner die Gehäusefassade und das noch vorhandene Glockenspiel von der alten Simnacher-Orgel.